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Pompeji: Eine Familiensaga

Seit Generationen kämpfen in der provinziellen, aber reichen Stadt Pompeji die Dynastien der Papiria und Novia mit allen Mitteln um Macht und Reichtum. Vor einigen Jahren gelang den Papiria ein vernichtender Schlag gegen die Novia: Pater familias Antonius Novius Cassus fiel beim Kaiser Augustus in Ungnade. Zwar blieb der Reichtum erhalten, Ehre und Macht der Familie gingen jedoch verloren, weshalb die Frau des Cassus, der sich vollständig aus der Politik zurückgezogen hat, nach Rache sinnt. Sie schwört, ihre Söhne zu bedeutenden Männern zu machen, die ihre Familie zur alten Größe zurückführen sollen. Doch auch dem Hause Papiria ist Fortuna nicht gewogen, denn die drei ältesten Kinder des Claudius Papirius Cato wie auch seine geliebte Frau sterben in schneller Folge und lassen ihn mit dem letzten und ungeliebten Sohn Nerva zurück. So liegt das Schicksal zweier Familien in den Händen einer neuer Generation, die dazu verdammt scheint, sich wie so viele vor ihnen im Schatten eines schlafenden, fast vergessenen Vulkans bis aufs Blut zu bekämpfen. Dies ist ihre Geschichte!

Das Rollenhörspiel Pompeji ist in vielerlei Hinsicht ein besonderes Wagnis, weil es verschiedenste Komponenten verwendet, um ein Hörspiel auf ganz neue Weise zu produzieren. Das auffälligste Merkmal ist natürlich der improvisierte Charakter der Geschichte und des Erzählens. Alle Szenen wurden spontan von Spieler*innen und Spielleitung nur mit gelegentlichen geringen Absprachen improvisiert. Das ist zunächst nichts Neues, sind doch alle anderen Rollenhörspiele auf der Seite und viele tolle Werke von befreundeten Macher*innen genauso hergestellt, aber Pompeji geht an dieser Stelle einen Schritt weiter. Wo das übliche Actual play, selbst das bearbeitete, die Szene etwas kürzt und vielleicht Musik darunter legt, tut dies Pompeji auch, inszeniert die Szenen aber in völlig neuer Reihenfolge, um damit eine neue Semantik zu erschaffen, die im Spiel noch nicht so deutlich war. Das Ganze wird also wie ein Film geschnitten. Eine weitere Besonderheit ist, dass die Geschichte auch wie ein Film gespielt wird, nämlich nicht am Stück wie ein Oneshot oder in einer logischen Abfolge aneinandergereihter Sitzungen, bei denen alle Spieler*innen anwesend sind, sondern mit einzelnen oder mehreren in Einzelszenen, mit dem Wissen, dass die Szenenreihenfolge später eine andere sein wird. Um diese Form des Aufnehmens möglich zu machen, musste auch die Art, wie Rollenspiel gespielt wird, verändert werden. Die Spieler*innen spielten nicht mehr eine fortlaufende Geschichte, sondern Einzelszenen, die nicht von sich aus chronologisch geordnet waren, und konnten, um die Dynamik der Erzählung aufrecht zu erhalten und den improvisierten und echten Charakter des Erlebens zu verstärken, eigene Szenen eröffnen, auf die dann der Spielleiter oder die anderen Spieler*innen reagieren mussten. 

So entstand eine ganz spezielle Form des Rollenspiels, die man dem Werk in jedem Moment anmerkt. Die Unmittelbarkeit des Erlebens, die Echtheit der Gespräche und die Unberechenbarkeit der Geschichte sind Merkmale, auf die wir sehr stolz sind und die diese Form des Erzählens abheben von Romanen, Filmen oder Theaterstücken, denn kein anderes Medium kann eine Geschichte so authentisch erzählen, wie eine, die es möglich macht, dass ihre Hauptdarsteller sie im Moment tatsächlich erleben. Dieses Potential des Rollenspiels möglichst auszuschöpfen, war das Ziel von Pompeji.

Die Spieler*innen- Charaktere

Die Bewohner Pompejis sind keine klassischen Helden, sie sind Menschen wie wir. Sie haben Sehnsüchte, Ängste und Schwächen. Sie suchen nach Erfolg, Liebe und Glück und müssen sich dabei der Grausamkeit anderer, dem Zorn der Götter und manchmal einfach dem schlichten Pech widersetzen. Am Ende ist es ein Ringen mit dem eigenen Schicksal und ein Abfinden mit dem, was man erreichen kann. Für manche ist das Ruhm und Ehre, für andere Reichtümer und für die weniger Glücklichen die Freiheit oder einfach nur das Überleben.

Papiria Juno Aelia

Juno Aelia, die Tochter eines Baumeisters, wird mit Lucius Papirius Nerva verheiratet. Ihr Vater erhofft sich davon sozialen Aufstieg. Ihre Erziehung baut sich auf Strenge, Leistung und Fleiß aus, denn ein Gesetz der Familie Noctua ist: “Per Aspera Ad Astra”. Im Schoße der Familie Papiria stößt sie jedoch auf ein Problem, das die ehrgeizigen Pläne des Vaters zunichtemachen könnte. Juno Aelia muss eine riskante Entscheidung treffen.

Lucius Papirius Nerva

Nerva, der letzte Sohn des reichen und mächtigen pompejanischen Politikers Cato, wird als junger Mann mit der Tochter einer bekannten Bauherrenfamilie verheiratet. Zwischen den Erwartungen seines herrischen Vaters und den eigenen Wünschen bewegt sich der talentierte Kämpfer auf engem Raum und versucht seinen Weg ins Freie zu finden.

Lucia Felicia / Kleopatra

Lucia Felicia, die Tochter eines reichen griechischen Händlers, gerät durch tragische Umstände in die Sklaverei. In einer Welt, die sie nicht als Mensch, sondern begehrenswertes Objekt sieht, versucht sie fortan zu überleben. Ihre beste Chance dafür ist je doch ein gefährliches Spiel mit dem Feuer.

Raik/ Varius

Raik, Sohn einer germanischen Schamanin, wird bereits im Kindesalter nach Rom verschleppt und dort von der Herrin des Hauses Novia gekauft. Für sie muss er als Schamane und Leibarzt der Familie dienen. Varius, wie er nun heißt, begibt sich auf einen schmalen Pfad zwischen Treue und Verrat, geprägt durch Selbsterhaltungstrieb und der eigenen Moral. Um zu überleben und sich nicht vollständig zu verlieren, wartet er wachsam auf eine Gelegenheit, die es zu ergreifen gilt.

Fabia Lucretia

Lucretia, die geliebte Tochter des Senators Marcus Fabius Lepidus, wächst behütet und umsorgt als Teil der Elite des römischen Reiches auf. Als ihr Vater durch seine Gutmütigkeit und Hilfsbereitschaft in finanzielle Bedrängnis gerät, droht ihrem Haus der Ruin. Eine Ehe mit dem reichen pompejanischen Grundbesitzer Novius Verres verspricht Rettung. Nicht alles ist so, wie es vom fernen Rom aus scheint – aber Lucretia kennt ihre Pflicht. Sie wird kämpfen, um ihr Haus zu bewahren.

Valentius Tiro

Valentius Tiro, ein junger, freigelassener Sklave, bekommt die Chance seines Lebens. Er soll nach Germanien reisen, um dort Sklaven zu kaufen und gewinnbringend in seiner Heimat zu verkaufen. Dies würde aber auch bedeuten, dass er die soeben abgeschüttelten Ketten der Sklaverei nun anderen anlegen muss, um seine Freiheit zu erhalten. Ein Ringen um die eigene Menschlichkeit beginnt.

Zenturio Gaius

Zenturio Gaius hat sich in jungen Jahren schon einen Namen als tapferer Krieger und Anführer erkämpft und strebt nach Ehre und Erfolg in der neuen Berufsarmee des Kaisers Augustus. In seinem Herzen trägt er jedoch ein Geheimnis mit sich, das ihm, wenn er es nicht bewahrt, großen Schaden bringen kann. Manchmal jedoch muss man sein Herz öffnen, um sich wirklich lebendig zu fühlen. 

Nicht-Spieler*innen-Charaktere

Claudius Papirius Cato

Cato ist der Hausherr Adelshauses Papiria. Er ist ein gefeierter Stadtherr, Großgrundbesitzer und Gönner der ganzen Region und gilt als Vertrauter des Kaisers Augustus. Sein Tod im Jahr 16 n. Chr. erschüttert ganz Pompeji.

 

Rufia Bassa

Selbst aus einfachen Verhältnissen, ist Bassa heute die wahre Herrin des Hauses Novia und eine geschworene Feindin der Papiria Dynastie. Nichts  wünscht sie sich mehr als einen ihrer Söhne als Herr über ganz Pompeji zu sehen. Und es gibt nicht viel, das sie dafür nicht bereit ist zu tun.

 

Marcus Novius Verres

Verres ist der jüngste Sohn des Hauses Novia und eigentlich eine zarte Seele. Der gebildete junge Mann sehnt sich danach, seine Schriftrollen zu studieren und ansonsten in Frieden gelassen zu werden. Doch der Ehrgeiz der Mutter zwingt ihn, sich der Realität zu stellen und sich selbst einen Platz im Leben zu suchen.

Das Zeitalter

Wir schreiben das Jahr 16 n. Christus. Vor zwei Jahren ist der große Gottkaiser Augustus gestorben und Tiberius ist an seiner Stelle als neuer Kaiser des Römischen Imperiums getreten. Damit zementiert er den endgültigen Untergang der Republik und den Wechsel zu einem Kaiserreich, das Jahrhunderte Bestand haben wird. Der Feldherr Germanicus zog von 14 bis 16 n. Chr. durch Germanien und rächte mit seinen Legionen den Ausgang der desaströsen Varusschlacht, indem er die verschiedenen Stämme angriff und die verloren gegangenen Standarten zurückeroberte. Als Tiberius ihn zurückruft, kommen große Teile der römischen Armee mit ihm. Dies ist eine entscheidende Kehrtwende in der römischen Außenpolitik, denn zum ersten Mal seit vielen Jahren versucht das Imperium nicht mehr zu expandieren und zieht sich aus Germanien zurück. In Rom kämpft der Kaiser mit untreuen Senatoren, beginnt als Sparmaßnahme, wichtige Bauvorhaben zurückzustellen, und leitet den Beginn einer nie dagewesenen Periode des Friedens ein. 

In den provinziellen, wohlhabenden Städten wie Pompeji abseits der Metropole Rom jedoch bekommt man all das nur vom Hörensagen mit. Vielleicht kommt ein Soldat nach Hause, vielleicht wird ein Bauprojekt nicht genehmigt, aber im Großen und Ganzen lebt man das Leben der kleinstädtischen Provinz und ist froh, Teil des größten Weltreiches seit Menschengedenken zu sein. Jeder und jede fügt sich in die zugewiesene Rolle: Der Ritter verwaltet die reichen Ländereien, geht auf Feste und Orgien oder trifft sich auf der Tribüne der Arena mit Gleichgestellten, um Politik zu treiben. Die junge Frau von bescheidener Herkunft, aber aufstrebender Familie hofft auf eine gute Partie und viele Kinder. Der Händler bangt um die Lieferungen der orientalischen Gewürze, die er für die Fischsoße braucht, der Gladiator bereitet sich auf seinen Kampf im Amphitheater vor und die Sklaven gehen ihrem anstrengenden und demütigenden Alltag nach.

Sollen sich doch die Götter darum kümmern, was der Kaiser in Rom macht.

Für die Erschaffung dieses komplexen Rollenhörspiels wurden zahllose Bilder, Musikstücke und Soundeffekte Dritter verwendet, die entweder Public Domain sind oder Lizenzen erfordern, die rollenheoerspiel.de zu diesem Zweck erworben hat. Die Lizenzvertriebe Pond5 und Jamaendo stellen teilweise die Lizenzen für die Musik des Werkes. Zur besseren Übersicht hier eine Auflistung der verwendeten Stücke, deren Künstler und die zugehörigen Lizenzvertriebe.

Bilder:

Bilder stammen von IStock und Pixabay oder direkt von @0zzeyofficial, der auch alles Bildmaterial bearbeitet hat. Auch das Videomaterial der Trailer stammt von ihm.

Soundeffekte:

Soundeffekte stammen von Pond5 oder Freesound.com ( common 0)

Medieval
Combat
 » MedievalCombatLoop.mp3

Yap_Audio_Production

Creative Commmen 3.0

https://freesound.org/people/Yap_Audio_Production/sounds/218522/

Medieval
Combat
 » MedievalArmyMarchingLoop.mp3

Yap_Audio_Production

Creative Commmen 3.0

Musik

Schriftrolle 1:

Pond5:

Acient von Dirty Productions

Jamendo:

Msichana  von ANBR Adrián Berenguer

Red River Women von Phillip Traum and the Moral Sense

Fallen City von VGEvery

Female Vocal With Drums Cinematic Trailer von Psystein

Children choir von Matti Paalanen

PixaBay:

a moments reflection von NaturesEye

 

Schriftrolle 2

Jamendo:

Ancient Greek Folk von Ivan Tregub 

Sad Nostalgy von Grégoire Lourme

After Battle von Pablo Samonta

cicerenella von Picari

Spirit of the Earth von SONIC MYSTERY

Orchestra Choir (LightPower) von Christos_Anestopoulos

Pan Flute Solo 5 von Carlos Carty

Mountain von AML Project

Wild Drums von Alex Che

Passagé du vent von Adragante

 

Schriftrolle 3

Jamendo

Mark_Willput_-_Acoustic_Guitar_Tango

Mark_Willput_-_Violin_Tango

Nargo_-_Detective_Story

Dream_Sound_Project_-_Peace_and_agony

Schriftrolle 4

Pond5:

age-new-empire-epic-music

roman-empire-conquest-music

battle-alesia-epic-roman-battle

Jamendo:

Anatoly_-_The_secret_of_the_valley_of_the_dragons

J.C.Vogt_-_Wrath_of_the_Gods

Oreste_Fiengo_-_COLOSSEUM

Paul_Werner_-_The_Path_To_Power

Staffel 1

16 n. Chr.: Der hoch dekorierte Tribun Lucius Papirius Nerva kommt nach Jahren des Krieges im fernen Germanien zurück in seine Heimat Pompeji. Doch nichts ist, wie er es erwartet hat, denn anstatt ihn begeistert als Kriegsheld willkommen zu heißen, trauern Stadt und Familie um seinen kürzlich verstorbenen Vater. Nervas Ehefrau Papiria Juno Aelia hat die umfangreichen Geschäfte zum Unwillen vieler Geschäftspartner des reichen Hauses weitergeführt. Auf der Trauerfeier für den Verstorbenen wird schnell deutlich, dass nicht alles ist, wie es scheint: Falsche Diener, Intrigenspiele und ein Testament, das die Familie Papiria von Grund auf erschüttern wird.
 

Disclaimer: Die Geschichte ist von der Historie inspiriert und erhebt keinen Anspruch auf historische Korrektheit oder faktische Darstellung. Sie ist für Erwachsene konzipiert, enthält verschiedene Triggerthemen, insbesondere die Darstellung von Sklaverei und sexueller Gewalt und auch andere, nicht unproblematische Thematiken. Wir bitten daher, die Sendung mit entsprechender Achtsamkeit für sich selbst zu hören. Achtet auf euch und brecht bei einem Unwohlsein ab oder überspringt die Szene.

Schriftrolle 1

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Pompeji: Per Aspera Ad Astra: Schriftrolle 1
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Schriftrolle 2

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Pompeji: Per Aspera Ad Astra: Schriftrolle 2
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Schriftrolle 3

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Pompeji: Per Aspera Ad Astra: Schriftrolle 3
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Schriftrolle 4

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Pompeji: Per Aspera Ad Astra: Schriftrolle 4
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Schriftrolle 5

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Pompeji: Per Aspera Ad Astra: Schriftrolle 5
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Schriftrolle 6

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Pompeji: Per Aspera Ad Astra Schriftrolle 6
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Schriftrolle 7

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Pompeji: Schriftrolle 7
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Schriftrolle 8 (11.2.23)

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